AMBULANTE OPERATIONEN

OPERATIONSSPEKTRUM

Das Operationsspektrum aus dem Katalog ambulanter (stationsersetzender) Eingriffe des Berufsverbandes der Chirurgen nach §115b SGB V

ARTHROSKOPIE

Spiegelung und minimal invasive, arthroskopische Operation von:

  • Kniegelenk
  • Sprunggelenk
  • Schultergelenk
  • Ellenbogengelenk

HAND- UND FUSSCHIRURGIE

bei Strangbildung der Hohlhand (M. Dupuytren), Karpaltunnelsyndrom, weiteren Nervenengpaßsyndromen der Hand und des Ellenbogens, schnellenden Fingern, Ganglion, Hand- und Fingertumoren, Sehnennähte, Sehnenersatzplastiken, Panaritien (Infektionen), Gelenkhautentfernungen und Nervendurchtrennungen bei Rheuma und Arthrose, OP des Tennisarmes und des Werferarmes, Krallenzehen, Hallux valgus, Großzehengrundgelenkarthrose, Korrektur eingewachsener Zehnägel, OP bei Nagelbettentzündung, Metallentfernungen

PHLEBOLOGIE (VENENCHIRURGIE)

Untersuchung und OP von Krampfadern sowohl in konventioneller Technik als auch mit minimal invasiven, endoluminalen Verfahren. Verödung von Krampfadern, Kompressionsbehandlung bei Krampfadern, Behandlung „offener Beine“

PROKTOLOGIE (ENDDARMCHIRURGIE)

Enddarmspiegelung, Verödung von Hämorrhoiden, OP bei Hämorrhoiden, Fisteln, Entzündungen, Schleimhautrissen, Polypen

ALLGEMEINCHIRURGISCHE OPERATIONEN

Leisten- und Bauchwandbrüche, Chirurgie der Brustdrüse, Lymphknotenentfernungen, Entfernung von Hauttumoren, Hautplastiken

UNFALLCHIRURGISCHE OPERATIONEN

Metallentfernungen, Bandplastiken, gutartige Knochentumore, Sehnennähte, Einrichtung von Knochenbrüchen und Gelenken, Bakerzysten

IGEL-LISTE (EINIGE BEISPIELE)

  • Hautfaltenentfernung am Enddarm
  • Entfernung und Korrektur störender Hautveränderungen
  • Korrektur gespaltener Ohrläppchen
  • Entfernung von Grützbeuteln und Lipomen
  • Samenleiterunterbindung beim Mann

ORGANISATORISCHER ABLAUF

Für Patienten: Was Sie wissen sollten!

Allgemeine Operationsvorbereitungen mehr erfahren

Die optimalen Bedingungen für eine Operation sind gegeben, wenn der Patient in bester physischer und psychischer Verfassung ist. Dann ist eine Routineuntersuchung und ein kleines Blutbild zur Vorbereitung der Operation ausreichend.

Ab 45 Jahren sollte routinemäßig ein EKG präoperativ durchgeführt werden. Sollten komplizierte Erkrankungen vorliegen, dann müssen diese vor der Operation durch entsprechende Untersuchungen aufgeklärt werden. Über die Operationen und die Narkose wird der Patient mit dem Operateur spätestens einen Tag vor der Operation sprechen und verbale und schriftliche Anweisungen erhalten, an die er sich halten muss. Eine schriftliche Einwilligung für die Operation und die Anästhesie-Narkose ist unbedingt notwendig.

Vor der Operation

- Der vereinbarte OP Termin ist verbindlich. Bei versäumtem OP Termin oder kurzfristiger Absage, innerhalb einer Woche vor der OP, wird die entstandene Verweilzeit für das OP Team nach Ziffer 56 GOÄ privat in Rechnung gestellt.
- Sollte eine plötzliche Krankheit, wie Erkältung oder Fieber auftreten, bitte den Operateur oder Anästhesisten informieren, damit entschieden werden kann ob die Operation verschoben werden muss oder eine Behandlung veranlasst wird.
- Ein Vollbad nehmen oder duschen.
- Die Fingernägel möglichst kurz schneiden und möglichst unlackiert belassen.
- In der Nacht möglichst leichte Mahlzeiten zu sich nehmen, z.B. Joghurt oder Früchte
- Eventuell Abführmittel nehmen, um den Darm zu entleeren.
- Wenn Heparin verordnet wurde, am Abend vor der OP die erste Antithrombosespritze selbst geben.
- Eine Kontaktadresse und Telefonnummern von Angehörigen dem Personal der Praxisklinik geben.
- 12 Stunden vor der Operation nichts essen, mindestens 8 Stunden vor der Operation nichts trinken.
- Zum Termin nicht selbst mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad kommen.

Tag der Operation

Wir möchten Ihnen den Aufenthalt bei uns so angenehm und problemlos wie möglich gestalten.

Deswegen bitten wir Sie um folgendes:
- Den Anästhesisten darauf aufmerksam machen, wenn Sie doch innerhalb der vergangenen 8-10 Stunden gegessen oder getrunken haben.
- In solchen Fällen wird je nach Dringlichkeit und Notwendigkeit der Operation einzeln entschieden.
- Aus Sicherheitsgründen kann die Operation verschoben werden.
- Spätestens 30 Minuten vor der Operation erscheinen, um die verwaltungstechnischen Formalitäten zu erledigen.
- Weite lockere Kleidung tragen, möglichst ohne Knöpfe. Das vereinfacht das Anziehen nach der Operation.
- Lange Haare zu einem Zopf binden und keine Haarklemmen oder ähnliches verwenden.
- Die Blase und den Darm entleeren.
- Nicht essen, trinken (inklusive Wasser) oder rauchen.
- Kontaktlinsen, Brillen oder Zahnprothesen müssen vor der Operation herausgenommen werden. Bringen Sie ein entsprechendes Etui mit.
- Möglichst ungeschminkt zum Operationstermin erscheinen.
- Den Verband nach der Operation sauber und trocken halten bis er gewechselt wird.

Nach der Operation 

In der Regel verbleiben Sie bei uns 1 bis 2 Stunden postoperativ und werden während dieser Zeit von unserem Personal betreut. Sie dürfen anschließend nicht allein nach Hause gehen! Sie werden von uns Ihren Begleitern übergeben, oder von einem von uns bestellten Taxifahrer in den Räumen der Praxis abgeholt und von ihm nach Hause begleitet. Sollte in Ausnahmefällen Ihr Zustand letzteres nicht erlauben, dann werden Sie mit einem von uns bestellten Krankentransport nach Hause gebracht. In seltensten Ausnahmefällen werden Sie unter Begleitung eines Arztes in das nächste Krankenhaus oder das Krankenhaus das am nächsten zu Ihrer Wohnung liegt, gebracht, wo Sie in der Regel eine Nacht unter Beobachtung verweilen müssen.

Zu Hause

- 24 Stunden nicht allein bleiben! Bei Alleinstehenden ist eine von uns organisierte postoperative Betreuung über einen Pflegedienst möglich. In den nächsten 24 Stunden keine weitreichenden privaten oder geschäftlichen Entscheidungen treffen.
- Es besteht in der Regel kein Grund, dass Sie eine strenge Bettruhe einhalten müssen. Dennoch ist es empfehlenswert die ersten 24 Stunden nach einer Operation eher ruhig zu gestalten und nicht das Haus zu verlassen.
- Lange schlafen um dem Körper genügend Zeit zur Erholung zu lassen
- Anfangs kleine Mengen trinken und nur leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen (nur bei Hungergefühl).
- Trinken Sie in den nächsten 24 Stunden keinen Alkohol.
- Die Wunde trocken und sauber halten.
- Den Chirurgen benachrichtigen, falls Übelkeit, Schwindelgefühle, unerklärliche physische Symptome, Taubheitsgefühl in den Extremitäten oder plötzliche Appetitlosigkeit erscheinen.
- Zusätzlich sollte beobachtet werden, ob die Wunde sich evtl. rötet, öffnet oder anschwillt.
- Nicht viel rauchen oder Alkohol konsumieren. Vor allem bei plastischen chirurgischen Operationen soll der Patient auf jeden Fall mindesten zwei Wochen vom Rauchen und Alkoholgenuss abstand nehmen. Beide Faktoren sind bekannt dafür, dass sie die Hautdurchblutung um 50% senken. Genau diese Durchblutung ist von äußerster Wichtigkeit für die schnelle und sanfte Heilung der Wunden.
- Keine Medikamente innerhalb der nächsten 7 Tage einnehmen, die als Nebenwirkung eine Blutverdünnung verursachen, z.B. Aspirin und ähnliches. Es könnte zu Nachblutungen führen.
- Nicht sofort bei jedem kleinen Schmerzempfinden nach den verschriebenen Schmerzmitteln greifen. Der Körper gewöhnt sich schnell an diese Medikamente und verlangt damit eine immer höhere Dosis zur Schmerzbeseitigung. Die Schmerzmittel sind für Notfälle konzipiert.
- Den postoperativen Termin zur Kontrolle auf keinen Fall versäumen. 

Unmittelbar nach der Operation könnte die Wunde etwas schmerzen oder brennen, sowie angeschwollen sein, aber nicht in erheblichen Maßen. Sollte es in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Operation zu stärkeren Schmerzen kommen, dann muss der Patient den behandelnden Arzt konsultieren.

Komplikationen
Diese sind selten, weil das Spektrum der ambulanten Operationen vorsichtig zusammengestellt ist und die Durchführung erfahrenen Ärzten anvertraut wird. Sie können folgender Art sein:

Chirurgische Komplikationen

Schmerzen
Ein Zulassungskriterium für die Durchführung ambulanter Eingriffe ist, dass die postoperative Schmerzbehandlung über peripher wirksame Analgetika möglich ist. Ungenügende Analgesie ist ein häufiger Grund für eine unerwartete stationäre Aufnahme.
Intraoperative Blutung
Ist selten und in der Regel beherrschbar. In sehr seltenen Ausnahmefällen Fällen ist eine Verlegung unter ärztliche Begleitung in das nächste mit der Praxisklinik kooperierendes Krankenhaus jedoch nicht auszuschließen.
Direkte postoperative Blutungen
Sie sind ebenfalls selten und können in der Regel an Ort und Stelle gestillt werden. Dies kann unter Umständen eine zweite kurze Narkose notwendig machen. Die Mehrbelastung des Patienten ist jedoch durch die verwendete moderne Anästhetika in der Tat gering und er kann wie vorgeplant am selben Tag wen auch mit einiger Verspätung nach Hause entlassen werden.
Spätnachblutungen
Eine späte Nachblutung kann bei den folgenden Operation auftreten:
- periphere Eingriffe - innerhalb der ersten 48 Stunden Entsprechende Aufklärung der Patienten hilft, solche Komplikationen in den meisten Fällen ausreichend früh zu erkennen. Die stationäre Aufnahme des Patienten, bei dem eine behandlungsbedürftige Nachblutung aufgetreten ist, ist notwendig. Es muss sofort ein Arzt konsultiert werden, ggf. das nächste Krankenhaus aufgesucht werden!  

Anästhesiologische Komplikationen

Während auf dem Gebiet der klinischen Anästhesiologie im letzten Jahrzehnt gewaltige Fortschritte zu verzeichnen sind, beherrscht ganz besonders in der Sprechstunde, innerhalb der kleinen aber auch der mittleren Chirurgie aus Unwissenheit und Angst nach wie vor die Lokalanästhesie das Feld. Und das obwohl durch die modernen Narkosemittel die Möglichkeit besteht, dass der Patient ohne Angst und Unbehagen einschlafen kann, während des Eingriffes schmerzfrei ist und postoperativ schnell und ohne Nebenwirkungen erwacht, nach Hause zurückkehrt und gleich sein normales Leben uneingeschränkt wieder aufnehmen kann. Aber selbst die Lokalanästhesie, die in der ambulanten Praxis bevorzugt wird, ist keineswegs ungefährlich. Immer wieder ereignen sich schwer voraussehbare Fälle individueller Überempfindlichkeit gegen Medikamente.

Selbst bei richtiger Gesamtmenge und Konzentration des Lokalanästhetikums sind ernste Zwischenfälle möglich. Unterschiedliche Resorptionsverhältnisse am Injektionsort, intravenöses Injizieren aus Versehen und individuell abweichende Reaktionsbereitschaft der einzelnen Patienten sind nicht vorauszuahnen. Auftretende Störungen können auf dem Betäubungsmittel selbst beruhen, auf einer beigegebenen Adrenalinlösung oder auch Ausdruck einer allergischen Reaktion sein. Beste fachliche Qualifikation und äußerste Sorgfalt vermögen nur dann voll zum Tragen zu kommen, wenn dem Ausführenden die technische und apparative Ausrüstung zur Verfügung steht, die für die Beherrschung von möglichen chirurgischen und anästhesiologischen Zwischenfällen während des Eingriff notwendig ist. Auch der praktische Arzt ist verpflichtet, über die Ausrüstung, die für die Therapie der in Betracht zu ziehenden Zwischenfälle notwendig ist, zu verfügen. Für den Facharzt ist die für sein Spezialgebiet erforderliche Ausstattung selbstverständlich. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich z.B. bei der zuständigen Kassenärztliche Vereinigung oder der Ärztekammer über den Ort erkundigen, wo Sie in Lokalanästhesie oder in Narkose ambulant operiert werden sollen. Es liegt offensichtlich auf der Hand, dass dem in den eigenen Räumen praktizierenden Nicht-Anästhesiefachmann engere Grenzen gezogen sind als dem Anästhesisten eines operativen Zentrums oder eines Krankenhauses, die über die notwendige Ausstattung und qualifiziertes Hilfspersonal verfügen.

Komplikationen bei Vollnarkose und Lokalanästhesien

Folgende Komplikationen können sowohl bei Vollnarkose wie auch bei Lokalanästhesien auftreten:

I. Toxische Reaktionen
a) Zentralnervöse Effekte, wie Stimulation, oder Depression der Atmung und Kreislauf.
b) periphere Effekte aus dem Kardiovaskulären System wie direkte Herzwirkung oder Wirkung auf periphere Kreislauf, oder aus der Atmung (Bronchospasmus),

II. Abnorme Reaktionen
a) Allergische Reaktion
b) Überempfindlichkeit

III. Unspezifische Reaktionen
a) Psychomotorische Reaktionen
b) Vasopressorische Reaktionen

Bei allgemeinen Vergiftungserscheinungen nach Anwendung von lokalen Betäubungsmitteln wird als Sofortmaßnahme die weitere Applikation des Mittels abgebrochen, bei Atemstörungen eine künstliche Beatmung eingeleitet, bei einem eventuellen Herzstillstand ohne Verzug die Herzmassage vorgenommen. Kommt es zu initialen Streckkrämpfen oder Konvulsionen, muss der Arzt und das Anästhesieteam vorbereitet und in der Lage sein, diese unter Kontrolle zu bringen.

Wie eingangs bereits angedeutet, handelt es sich bei Zwischenfällen entweder um spezifische (z. B. Überdosierung, versehentliche intravasale Injektion usw.) oder um unspezifische Reaktionen (verursacht durch abnormes Reagieren des Patienten, Begleiterkrankungen usw.). Alle auftretenden Störungen des Allgemeinbefindens unter der Lokalanästhesie sind sowohl in ihrem Erscheinungsbild als auch in ihrer Behandlung unabhängig vom injizierten Präparat.

Der akute Kreislaufstillstand – Herzstillstand

Es ist die seltenste und schwerste anästhesiologische Komplikation, auf die der für die Anästhesie/ Narkose verantwortliche Arzt und Anästhesieteam immer vorbereitet sein muss. Eine Vielzahl von Faktoren vermag die Auslösung eines akuten Herzstillstandes herbeizuführen. Die praktisch wichtigste Ursache ist der Sauerstoffmangel des Herzmuskels selbst. Dieser kann wiederum ventilatorisch, respiratorisch oder zirkulatorisch bedingt sein.

Man unterscheidet 3 Arten des Herzstillstandes:
- Die Asystolie, die bei weitem häufigste Form. Das Herz steht vollkommen still und zeigt keinerlei Aktion mehr. Vorhöfe und Kammern sind erweitert, der Herzmuskel dunkelblau, livide verfärbt. Die typische Situation bei Sauerstoffmangel des Gewebes.
- Das Kammerflimmern. über die gesamte Herzmuskulatur laufen unkoordinierte, wellenförmige Flimmerbewegungen hinweg. Der Herzmuskel vermag keine geordnete Kontraktion mehr durchzuführen.
- Herzschwäche. Meist besteht noch ein regelmäßiger, langsamer Rhythmus, aber die einzelnen Kontraktionen sind derart schwach, dass damit kein Blut mehr in den Kreislauf ausgetrieben werden kann.

Allen 3 Formen des Herzstillstandes ist der Kreislaufstillstand gemeinsam, durch den die Durchblutung der lebenswichtigen Organe nicht mehr stattfindet. Meist geht dem Herzstillstand eine Phase von Mangeldurchblutung des Herzens selbst voraus, währenddessen die Energiereserven in der Herzmuskelzelle weitgehend angegriffen und reduziert, oder total verbraucht werden. Der plötzliche Ausfall der Herzaktion, wodurch auch immer er zustande gekommen ist, erfordert sofortiges Handeln. Die durch den Kreislaufstillstand bedingte Anoxie führt in Sekunden zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand.

Besonderheiten bei Diabetes mellitus

Es besteht keine Kontraindikation gegen eine ambulant durchgeführte Vollnarkose bei Diabetikern. Zur Vermeidung von Komplikationen ist ein generell festgelegtes Management für den Operationstag erforderlich. Am Operationstag soll die morgendliche Applikation der Antidiabetika unterbleiben. Die Patienten bringen ihre Präparate aber zur frühmorgendlichen Aufnahme ins OP-Zentrum mit. Es wird zunächst der Nüchternblutzucker bis zum Operationsbeginn bestimmt. Dieser sollte möglichst früh eingeplant sein.

Postoperativ muss der Blutzuckerwert nochmals kontrolliert werden. Sobald der Patient wach ist und keine Übelkeit/Erbrechen vorliegt, empfiehlt sich die Gabe der üblichen morgendlichen Dosis (ggf. mit Korrektur entsprechend dem ermittelten Blutzuckerwert) des Antidiabetikums. Die erste Nahrungsaufnahme sollte möglichst im normalen zeitlichen Rahmen zu Hause erfolgen. Patienten mit extremen Blutzuckerimbalanzen sowie protrahierter Übelkeit und Erbrechen, auch beim Auftreten zu Hause, müssen die stationär aufgenommen werden. Daher ist die nochmalige Kontaktaufnahme zum Patienten am Operationsabend sowie am ersten postoperativen Tag telefonisch oder durch Visite sinnvoll.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Was ist eine ambulante Operation? mehr erfahren

Es ist eine Operation, bei der der Patient am selben Tag (Tag der Operation) nach Hause entlassen wird (keine Krankenhausübernachtung). Ambulante Operationen werden unter strengen Qualitätskriterien durchgeführt. Die Qualitäts-und Sicherheitsbedingungen, unter denen diese Operationen durchgeführt werden, dürfen sich nicht von denen der stationären operativen Behandlung unterscheiden und sind vertraglich zwischen den Kassen und der Ärzteschaft festgelegt.

Ambulante Chirurgie und Narkose („one Day Surgery“) finden bisher in Deutschland in der Regel außerhalb des Krankenhauses und der Klinik statt. Dies geschieht in dafür speziell organisierten Operationszentren, Praxiskliniken oder in Fachpraxen. Im Gegensatz zu den stationären Operationen dürfen ambulante Operationen und Anästhesien nur von Fachärzten durchgeführt werden. Dies garantiert dem Patienten in der Regel eine höhere qualitative Versorgung. Sehr oft ist der Operateur der Arzt des Patienten, zu dem er einen persönlichen Kontakt hat.

Ambulante Chirurgie und Narkose erfordert eine kurzfristige Einstellung des Körpers auf eine Stresssituation. Das Patient-Arzt-Gespräch, das vorausgeht, ist eine wichtige Grundlage für die psychologische Einstellung des Patienten auf den bevorstehenden Eingriff. Der Patient muss Vertrauen gewinnen, verstehen und überzeugt sein, dass er die Operation problemlos überstehen kann, weil sie an sich ein verhältnismäßig kurzer und erfahrungsgemäß komplikationsloser Akt ist. Es ist zu empfehlen, dass ein Mitglied der Familie oder ein Freund den Patienten zu den Gesprächen mit dem Arzt begleitet, vor allem wenn der Patient selbst die hiesige Sprache nicht ausreichend versteht.

Für die Operation steht ein gesamtes Fachteam bereit, das aus dem Operateur, seinem Assistenten, dem Anästhesist und seinem Assistenten, aus einer OP-Schwester und einer Anästhesieschwester im Aufwachraum besteht. Deswegen werden Sie gebeten, spätestens 1 Woche vor einer geplanten Operation gegebenenfalls den Termin abzusagen. Vor einer Operation muss sich jeder Patient zuerst in die Praxis des operierenden Arztes begeben. Dort erhalten sie verbale und schriftliche praeoperative und postoperative Anweisungen, gegebenenfalls einen Narkose-Voruntersuchungstermin.

Der postoperative Aufenthalt in unserer Praxis ist von der Operationsgröße und Narkoselänge abhängig, beträgt jedoch in der Regel ca. 1 - 4 Stunden. Nach dieser Zeit werden Sie möglichst mit eigener Begleitung, ansonsten von einem von uns bestellten Taxifahrer begleitet nach Hause entlassen.

Für die Narkose verwenden wir die verträglichsten und ungefährlichsten Mittel. Gleich nach der Operation, spätestens jedoch nach der ersten postoperativen Kontrolle, werden Sie von dem operierenden Arzt zu Ihrem eigenen Arzt, der Sie an uns überwiesen hat, zurückgeleitet. Er bekommt einen Operationsbericht und kann Ihre weitere Betreuung wieder aufnehmen.

Warum ist es nötig, ´nüchtern´ zur Operation zu erscheinen?

Weil es bei der Narkose reflektorisch zum Erbrechen des Mangeninhalts und Aspiration (Mageninhalt in der Lunge) kommen kann. Ein akute Atemnot mit Erstickungserscheinungen oder eine spätere (innerhalb von 24 Stunden) Lungenentzündung (das Mendelson Syndrom) sind dabei zu fürchten. Das Risiko ist zu hoch, deshalb ist das Vermeiden der Nahrungsaufnahme vor der Operation unerlässlich.

Wann kann ich nach der Operation wieder trinken und essen?

In Ausnahmefällen mit starkem Durstgefühl darf der Patient eine halbe Stunde nach dem Aufwachen aus der Narkose unter der Aufsicht unseres Personals eine geringe Flüssigkeitsmenge zu sich nehmen. Dies könnte jedoch Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Wir empfehlen unseren Patienten erst nach dem Ablauf von 2 Stunden und wenn sie zu Hause sind, Flüssigkeit zuerst schluckweise zu sich zu nehmen, um die Reaktion des Magens auszutesten. Sollte dies ohne Probleme verlaufen, dann dürfen Sie nach dem Ablauf von 3 Stunden die erste möglichst leichte Mahlzeit zu sich nehmen. Für eine volle normale Mahlzeit sollte man jedoch abwarten, bis der erste postoperative Stuhlgang da ist, weil dieser die Wiederherstellung der normalen Funktion des Darmes bedeutet. Er erscheint in der Regel ca. 24 Stunden postoperativ. Das Ausbleiben dieser Normalisierung, bzw. des Stuhlganges könnte ein Hinweis auf vorliegende Komplikationen sein.

Warum muss der Bereich der Operation von Körperhaaren befreit werden?

Vorhandene Haare könnten bei der Operation hinderlich sein, dazu erhöhen sie die Infektionsgefahr nach der Operation.

Ist es nötig die Lungen röntgen zu lassen?

Patienten, in deren Anamnese keine Atem- oder Herzprobleme auftauchen, werden nur nach dem 55. Lebensjahr routinemäßig einer Röntgenkontrolle unterworfen.

Wozu braucht man das EKG?

Es ist wichtig, Herzprobleme vor einer Operation auszuschließen. Ein routinemäßiges EKG bei gesunden Patienten wird erst nach dem 45. Lebensjahr verlangt.

Wann soll die Einwilligung für die Anästhesie und die Operation unterschrieben werden?

Die Aufklärung in mündlicher und schriftlicher Form soll 24 Stunden vor der Operation stattfinden, noch bevor der Patient unter dem Effekt der Medikamente und unter Operationsstress steht.

Warum ist es wichtig vor der Operation abzuführen?

Der leere Darm entspannt die Bauchmuskulatur und vereinfacht die Durchführung der Operation. Außerdem erleichtert ein weicher Bauch die Atembewegungen nach der Operation.

Warum wird bei einer einfachen Erkältung oder Bronchitis die Operation verschoben?

Weil es während und nach der Operation zu Beatmungs- und Atmungsproblemen kommen kann.

Stellen Kosmetika eine Gefahr vor der Operation dar?

Ein stark eingekremte (rutschige) Gesichts- und Hautoberfläche könnte Schwierigkeiten für den Anästhesisten bereiten. Auch Pflaster haften nicht.

Warum muss Schmuck entfernt werden?

Schmuck kann bei elektrochirurgischen Eingriffen Hautverbrennungen verursachen.

Ist es ratsam, vor der Operation Schmerzmittel einzunehmen?

Nein. Schmerzmittel können mit den angewandten Betäubungsmitteln reagieren und deren Effekt verhindern oder verstärken.

Welche Anzeichen deuten auf eine Infektion hin und benötigen sofortige Behandlung?

Kribbeln an der Wundstelle, Rötung der umliegenden Haut, eine Schwellung des Organs, Temperaturanstieg, Schmerz.

Bei welchen Anzeichen erkennt der Patient, dass die Wunde blutet und eine sofortige Behandlung nötig ist?

Eine Rötung des Verbandes, wenn die Hautfarbe an der operierten Stelle blass wird, eine ungewöhnliche blaue Farbe (ähnlich wie ein blauer Fleck), Schwindelgefühl, Übelkeit, Herzklopfen, gesunkener Blutdruck, ungewöhnlicher Schmerz im Bauch. 

Vorteile der Tageschirurgie

Die ambulant durchgeführte Chirurgie hat unbestreitbare Vorteile für alle Beteiligten - also Patient, Arzt und Versicherer - zu bieten, die einen verstärkten Ausbau dieses Sektors der medizinischen Versorgung in den kommenden Jahren erwarten lassen. Die meisten der Operationen, die für den ambulanten Bereich geeignet sind, können in einem ambulanten Operationszentrum oder einer Praxis außerhalb der Krankenhäuser durchgeführt werden. Der zeitliche Ablauf ist so genauer kalkulierbar, der organisatorische Aufwand geringer. Nicht zu unterschätzen ist die niedrige Komplikationsrate, die neben einer entsprechenden Patientenselektion in den Operationszentren vor allem darauf beruht, dass wie schon erwähnt dort nur Fachärzte mit großer Erfahrung tätig sind. Addiert sich dazu ein motivierter Patient, sind die Ergebnisse besser, die Akzeptanz durch die Patienten nimmt zu, und die Inanspruchnahme der ambulanten Einrichtungen steigt.

Die Reduktion der Patientenversorgung auf eine unmittelbare perioperative Phase bedeutet einen verringerten Personalbedarf, weil unter anderem die pflegerische und ärztliche Betreuung über Nacht wegfällt. Konsequenz einer verstärkten Tageschirurgie ist eine Bettenverringerung im Krankenhaus um die Kosten zu begrenzen und eine Verschiebung bestehender Kapazitäten (Personal, Räumlichkeiten) in den ambulanten Bereich. Die Spezialisierung auf ein schmales Operationsspektrum und der damit effizientere Einsatz von Personal sowie Einrichtungen ermöglicht eine weitere Kostenreduktion.

Die pädiatrische Tageschirurgie vereint in sich bei weitem die meisten Vorteile. Kinder müssen zuhause auch unter normalen Umständen durch einen Erwachsenen betreut werden, der sich dann im Falle einer ambulanten Operation nach der Entlassung weiter um den kleinen Patienten kümmern kann. Ambulante Eingriffe vereinfachen letztendlich auch das Familienleben, denn häufige Besuche sowie die dafür erforderlichen Fahrten zum Krankenhaus entfallen. Viel entscheidender sind jedoch die psychologischen Vorteile der ambulanten Chirurgie. Die frühestmögliche Rückkehr des Patienten in sein soziales Umfeld hat positiven Einfluss auf den Heilungsprozess. Dies trifft besonders für Kinder, alte und behinderte Patienten zu, die eine starke Bindung an ihre gewohnte Umgebung aufweisen. In zahlreichen Untersuchungen wurde speziell für Kinder die Auslösung von Verhaltensstörungen durch einen Krankenhausaufenthalt nachgewiesen. Die Verhinderung solcher hospitalismusbedingten Schäden ist eines der wesentlichen Argumente für eine ambulante Durchführung von medizinischen Behandlungen. Dazu zählt auch die ambulante Chirurgie. Erfahrungen mit tageschirurgischen Eingriffen bei Kindern reichen bis ins letzte Jahrhundert. Kaum ein beteiligter Anästhesist oder Chirurg hat bisher über Nachteile berichtet, die die Vorteile überwiegen. Unerlässlich ist allerdings - wenn medizinisch erforderlich - eine ärztliche bzw. pflegerische Betreuung auch zuhause. Die Voraussetzungen dafür müssen gleichzeitig mit der Einrichtung eines ambulanten Operationsprogrammes geschaffen werden. Ein weiterer positiver Aspekt der Tageschirurgie ist das geringere Risiko nosokomialer Infektionen. Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass stationär behandelte Kinder mit 27 Angehörigen des Krankenhauses in Berührung kamen. Dagegen stellte man bei ambulant operierten Kindern sieben Kontaktpersonen fest. Speziell Kinder entwickeln während ihres stationären Aufenthalts häufig Infekte vor allem der oberen Luftwege und des Gastrointestinaltraktes. Diese Infektionen lassen sich bei ambulanter Chirurgie durch die geringere Anzahl von Kontaktpersonen und die kurze Dauer dieser Kontakte etwa um die Hälfte reduzieren. Analog der Verhältnisse in der Kinderchirurgie ist auch für Erwachsene ein erniedrigtes Infektionsrisiko in der Tageschirurgie in großen Studien nachgewiesen.

QUALITÄTSSICHERUNG

Auf dem 90. Deutschen Ärztetag 1987 in Karlsruhe wurde die Berufsordnung für die deutschen Ärzte um den § 7a ergänzt, der inzwischen von allen Ärztekammern übernommen wurde:
´Der Arzt ist verpflichtet, die von der Ärztekammer eingeführten Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der ärztlichen Tätigkeit durchzuführen.´

Weitere Informationen

AMBU KISS

Die Infektionshäufigkeit bei Ambulanten Operationen in unserer Praxisklinik lassen wir durch unsere Teilnahme an der AMBU KISS Studie, am Nationalen Referenzzentrum für nosokomniale Infektionen an der Universität Freiburg, überprüfen.

Wir erhalten Jahresberichte in denen die Infektionshäufigkeit in unserer Praxisklinik bei ausgewählten Operationen mit der Infektionshäufigkeit bei anderen ambulanten Operateuren und der Infektionshäufigkeit in Kliniken verglichen wird. Diese deutschlandweite Untersuchung hat an weit mehr als 100.000 ausgewerteten Operationen nachgewiesen, dass die Gefahr einer Infektion im Zusammenhang mit einer ambulanten Operation deutlich niedriger ist als bei vergleichbaren Operationen im Krankenhaus.

AQS 1

AQS1 wird von der Firma medicaltex GmbH, einem inhabergeführten und vom TÜV Süd nach Service Qualität zertifizierten Unternehmen angeboten. Mit derzeit mehr als 320.000 dokumentierten ambulanten Operationen ist AQS1 im Bereich externe Qualitätssicherung ambulanter Operationen Marktführer im deutschsprachigen Raum. Bei AQS1 handelt es sich um ein externes Qualitätssicherungssystem, das valide Daten zur Prozess- und Ergebnisqualität sowie zur Patientenzufriedenheit liefert. Es wird vom Bundesverband Ambulantes Operieren(BAO) als Qualitätssicherungsinstrument empfohlen.

Diese Abbildung zeigt die wichtigsten in unserer Praxisklinik aufgetretenen Komplikationen im Jahr 2010 und deren Behandlungsbedürftigkeit, wie sie aus Patientensicht empfunden wurden. Die objektive und ärztlich bestätigte Anzahl an Komplikationen fiel deutlich geringer aus. Darüber hinaus gibt die erforderliche Behandlungsbedürftigkeit einen wichtigen Hinweis darauf ob es sich um leichte oder schwere Komplikationen handelte.

Der Gesetzgeber hat die Verpflichtung zur Qualitätssicherung im Rahmen des Gesundheitsreformgesetzes in den §§ 135-139 des Sozialgesetzbuches V (SGB V) verbindlich vorgeschrieben. Die Maßnahmen sind auf die Qualität der Behandlung, der Versorgungsabläufe und der Behandlungsergebnisse zu erstrecken. Sie sind so zu gestalten, dass vergleichende Prüfungen ermöglicht werden. Die gesetzliche Verpflichtung zur Qualitätssicherung und die Institutionalisierung durch die Standesvertretung bedeutet auch im Bereich der ambulanten operativen Versorgung, dass durch geeignete Maßnahmen der Behandlungserfolg kontrolliert und bei Bedarf verbessert werden muss. Die Qualitätskontrolle darf als Instrument nicht dazu verwendet werden, um in erster Linie der Kostensenkung zu dienen. Der Übergang vom stationären Bedarfsbetrieb im Krankenhaus in den Wettbewerb mit niedergelassenen Operateuren bei der Einführung des ambulanten Operierens birgt das Risiko, dass mit Maßnahmen zur Kostenreduktion auch die Qualität verringert wird. Eine Qualitätskontrolle hat in diesem Fall die Aufgabe, das Qualitätsniveau im Vergleich zur stationären Versorgung zu erhalten. 

Weißauer definierte ´Qualitätssicherung´ folgendermaßen:
´Die Qualitätssicherung umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, auf breiter Basis eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, die dem jeweiligen Leistungsstandard der Medizin entspricht. Sie besteht aus einer internen Analyse statistisch ermittelter Auffälligkeiten bei der Qualitätsausprägung im Hinblick auf Qualitätsschwachstellen. Darauf sollte durch geeignete Strategien eine Beseitigung festgestellter Qualitätsdefizite erfolgen. Anders ausgedrückt, besitzt die Qualitätssicherung einen dynamischen Charakter und soll den bestehenden Zustand auf diese Weise auf ein noch besseres Ergebnis anheben, wobei auch die Risikominderung für den Patienten eine Zielvorstellung ist.´ 

Qualität in der Medizin lässt sich zur besseren Überprüfbarkeit und Korrektur in drei Bereiche einteilen:
Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

Die Strukturqualität
umfasst räumliche, apparative und personelle Voraussetzungen. Sie wird durch ein hohes Ausmaß vorgegebener Standards (DGAI) und gesetzgeberischer Vorschriften (MedGV) bestimmt und ist deswegen als Mess- und Steuergröße sehr schwerfällig. Die Qualifikation des ärztlichen und nicht ärztlichen Personals sowie die Geräteausstattung zählen hierzu und besitzen vor allem bei Qualitätsvergleichen als Einflussfaktoren Bedeutung. 

Die Prozessqualität
betrifft den Versorgungsablauf, d. h. die gesamten Aktivitäten zwischen allen Beteiligten. Hierunter fallen auch gesetzliche fachliche Richtlinien sowie Regeln der interdisziplinären Zusammenarbeit. 

Die Ergebnisqualität
steht schließlich im Interesse des Patienten an erster Stelle. Sie betrifft die Qualität diagnostischer Verfahren und therapeutischer Maßnahmen, wobei die erzielten mit den angestrebten Resultaten der ärztlichen Tätigkeiten verglichen werden. Sie ist der ´Outcome´ und kann im Bereich der Anästhesie meist gleich beurteilt werden(!). Für die Tageschirurgie stellt sich jedoch die Frage, auf welche Weise Patienten nach der Entlassung zu überwachen sind. In der Tat werden die leicht erfassbaren unerwünschten Ergebnisse, nämlich die ungeplanten Krankenhausaufnahmen, oft als einziger Indikator herangezogen.

Ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Einführung verbindlicher Hygienestandards. Niedrige Infektionsraten im Vergleich zur stationären Behandlung sind ein wesentlicher Vorteil der Tageschirurgie, den es zu sichern gilt. Wichtig ist die Beachtung grundlegender Regeln. 90% aller Kontaktinfektionen werden im Krankenhaus durch die Hände des Personals übertragen! Eine penible Disziplin bei der Händedesinfektion ist die beste Prophylaxe. Die Rasur des Operationsgebietes (oft Aufgabe des Personals eines Operationszentrums) sollte unmittelbar prägoperativ erfolgen, was in der tageschirurgischen Praxis ohnehin organisatorisch nicht anders machbar ist. Die sorgfältige Desinfektion des Operationsgebietes unter Beachtung der notwendigen Einwirkzeiten besitzt eine zentrale Bedeutung in der Asepsis. Genauso wichtig ist eine akkurate Operationstechnik mit kurzen Eingriffszeiten. Schließlich sollten postoperative Wundinfektionen erfasst und ihr Ursprung im Rahmen einer hygienischen Qualitätskontrolle analysiert werden.

Die obige Abbildung zeigt die durchschnittliche Zufriedenheit aller 2010 in unserer Praxisklinik operierten Patienten mit ihrer Behandlung. Als Vergleichsgruppe dienen über 300.000 ambulant operierte Patienten aus über 1000 Praxen in ganz Deutschland, deren Inhaber ebenfalls an der Qualitätssicherung mit AQS1 teilnehmen.

 
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